Zwei Pumpenstationen von KAMAT versorgen ein Longwall-Projekt in rund 500 Metern Teufe
Für ein Longwall-Großprojekt im untertägigen Bergbau in Indien liefert KAMAT zwei Pumpenstationen: eine für die Emulsionsversorgung der Strebausrüstung, eine für Kühlung und Bedüsung. Beide Anlagen kommen aus deutscher Fertigung, die Inbetriebnahme vor Ort wird gerade vorbereitet. Bei 500 Metern Teufe zählt vor allem eines: dass die Versorgung zuverlässig läuft und sich Anlagen im Fall der Fälle schnell instand setzen lassen. Genau darauf sind die Stationen ausgelegt.
Indien öffnet seinen Bergbau nach unten
Der Auftrag fällt in eine Phase, in der sich der indische Bergbau verändert. Bislang fördert das Land seine Kohle überwiegend im Tagebau. Da die oberflächennahen Vorräte zurückgehen, gewinnt der Untertagebau an Bedeutung – und IDer Auftrag fällt in eine Phase, in der sich der indische Bergbau verändert. Bislang fördert das Land seine Kohle überwiegend im Tagebau. Da die oberflächennahen Vorräte zurückgehen, gewinnt der Untertagebau an Bedeutung – und Indien fördert diese Entwicklung gezielt, unter anderem mit Anreizen für moderne Gewinnungstechnik wie Longwall-Systeme für den Strebbau. Für Hersteller von Hochdruckhydraulik entsteht dadurch ein wachsender Markt. KAMAT bringt dort Erfahrung aus Hochleistungsstreben in den USA, Australien und China mit – und ein breites Programm an Pumpen für den Bergbau.
Bedingungen, die zur Auslegung passen müssen
Der Einsatzort stellt klare Anforderungen: rund 500 Meter Teufe, Flözmächtigkeiten zwischen 2,7 und 3 Metern, 300 Meter Streblänge. Geplant ist eine Jahresförderung von 2,0 Mio. Tonnen. Unter solchen Bedingungen müssen die Anlagen über lange Zeiträume zuverlässig arbeiten und sich bei Bedarf einfach warten lassen.
Beide Stationen wurden für dieses Projekt ausgelegt und gefertigt. Sie arbeiten mit den Hochdruck-Plungerpumpen von KAMAT, deren Konstruktion auf lange Standzeiten zielt. Ein wesentliches Merkmal ist der einteilig geschmiedete Edelstahl-Pumpenkopf ohne Beschichtungen: Was nicht beschichtet ist, kann sich auch nicht ablösen – ein typischer Ausgangspunkt für Leckagen entfällt damit. Dazu kommen Bauteile, die über alle KAMAT-Baureihen hinweg standardisiert sind. Das hält den Ersatzteilbestand klein und den Service auch unter Tage überschaubar. Im Bergbau wiegt dieser Punkt oft schwerer als der reine Spitzenwert auf dem Datenblatt.
Die beiden Stationen im Überblick
Die Emulsionspumpenstation versorgt die hydraulische Strebausrüstung:
- Bestückung: 3 × KAMAT HD-Pumpe K25050M1-3G
- Fördermenge: Q = 318 l/min (je Pumpe)
- Betriebsdruck: p = 340 bar
- Antriebsleistung: P = 200 kW
Die Kühlungs- und Bedüsungsstation übernimmt Kühlung und Staubbekämpfung im Streb:
- Bestückung: 2 × KAMAT HD-Pumpe K45075M21-3G
- Fördermenge: Q = 816 l/min (je Pumpe)
- Betriebsdruck: p = 220 bar
- Antriebsleistung: P = 330 kW
Begleitung bis in den Betrieb
Mit der Auslieferung endet die Arbeit für KAMAT nicht. Die Techniker begleiten Installation und Inbetriebnahme vor Ort und schulen das Personal des Kunden – gemeinsam mit den weiteren Beteiligten dieses internationalen Pilotprojekts, an dem Hersteller aus China, Deutschland, Tschechien und Polen mitwirken. Auch in der ersten Betriebsphase, in der erfahrungsgemäß die meisten Fragen aufkommen, ist KAMAT vor Ort.
Für KAMAT ist das Projekt ein weiterer Schritt in einem Markt, der gerade an Fahrt gewinnt – und ein Beleg dafür, dass deutsche Hochdrucktechnik auch unter den anspruchsvollen Bedingungen des untertägigen Bergbaus in Indien zuverlässig läuft.





